Joyful Singers Berlin – Grundsätze

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Im Plenum abgestimmt und verabschiedet am 22. Februar 2007, aktualisiert am 26. Januar 2017
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0. Präambel

Die Joyful Singers musizieren aus Freude am gemeinsamen Singen und weil sie diese Freude an ein Publikum weitergeben wollen. Die Auswahl der Lieder und deren Zusammenstellung zu Konzertprogrammen ist auf die Vermittlung von Freude, Ermutigung und Vertrauen, aber auch von Aufbegehren gegen Unrecht, Eintreten für Gerechtigkeit und Frieden gerichtet.
Die Proben dienen dem Erreichen einer konzertreifen Qualität der Stimmen und Lieder. Die individuellen Fähigkeiten der Mitglieder werden genutzt und entwickelt. Aufgeschlossenheit gegenüber Neuem und ein freundlich-respektvoller Umgang miteinander prägen die gemeinsame Arbeit.

1. Rechtsform

Dieser Absatz bedarf der Korrektur!

Die Joyful Singers sind funktionell eine sogenannte "Gelegenheitsgesellschaft des täglichen Lebens", rechtlich eine GbR. Als GbR sind sie eine "Innengesellschaft", die nicht am Rechtsverkehr teilnimmt und keine Geschäfte führt. "Gesellschaftsvertrag" sind diese GRUNDSÄTZE der JOYFUL SINGERS.

Gesellschafter der GbR sind alle formell aufgenommenen Mitglieder, sie haften nach außen gesamtschuldnerisch. Jedes Mitglied erklärt mit seiner Aufnahme den ausdrücklichen und nicht widerrufbaren Verzicht auf die "Abfindung" nach BGB § 738 bei seinem Ausscheiden.

In den Chor eingebrachtes Privatvermögen materieller oder finanzieller Art wächst nur dann nicht dem Vermögen der Joyful Singers zu, wenn es deutlich als solches deklariert und gekennzeichnet ist.

Beschließen die Mitglieder zu gegebener Zeit die Auflösung des Chores, so ist eine förmliche "Vermögensauseinandersetzung" unter den bis dahin verbliebenen Mitgliedern vorzunehmen.

2. Repertoire

Die musikalische Ausrichtung des Chores umfasst die Interpretation von Gospels, Spirituals und anderen Liedern, vorwiegend aus dem englischen Sprachraum. Die Auswahl orientiert sich an der Tradition der schwarzen religiösen Musik und der biblischen Botschaft, ohne dass ein missionarischer Anspruch besteht.

Alle Joyful Singers können Ideen und Vorschläge zur Gestaltung des Repertoires einbringen, wobei letzte Entscheidungen darüber vom Chorleiter getroffen werden. Neue Lieder werden von ihm vorgestellt und ggf. gemeinsam diskutiert. Über die Aufführung eines Liedes im Konzert entscheidet der Chorleiter. Einwände, Hinweise, Änderungsvorschläge können mit dem Chorleiter außerhalb der eigentlichen Probenzeit besprochen werden.

Der Chor hat sowohl chorisch als auch solistisch geprägte Titel im Repertoire, sowohl a capella-Stücke als auch instrumentierte. Der Anteil chorischer Stücke überwiegt. Es bestehen keine Anrechte auf Solopartien. Die Chormitglieder können Vorschläge und Wünsche für Solopartien mit dem Chorleiter besprechen. Soli werden nach Möglichkeit in zwei- oder mehrfacher Besetzung geprobt, um bei Ausfall einzelner Chormitglieder flexibel reagieren zu können.

3. Struktur

3.1 Musikalische Leitung

Die musikalische Leitung des Chores obliegt dem Chorleiter. Dazu zählen abschließende Entscheidungen über

3.2 Chorrat

Dem Chorleiter zur Seite steht ein in jährlichem Turnus gewählter Chorrat (siehe
Anhang F); die Bestätigung des gewählten Gremiums im Amt für eine zweite Jahresperiode kann durch Zustimmung im Plenum ohne formelle Wahl erfolgen.

Der Chorrat ist insbesondere verantwortlich für

Alle Entscheidungen in diesen Aufgabenfeldern werden in Zusammenarbeit mit dem Chorleiter getroffen; ihm steht im begründeten Fall ein Vetorecht zu.

Der Chorrat kann Einzelaufgaben an Verantwortliche aus dem Chor delegieren; bevor externe Verantwortliche beauftragt werden und bei Entscheidungen, die mit Kosten oberhalb einer Bagatellschwelle (siehe 6.6) verbunden sind, muss das Plenum aller Mitglieder ("Plenum") befragt werden.

3.3 Stimmgruppensprecher

Die einzelnen Stimmgruppen (Sopran, Alt, Tenor, Bass) wählen aus ihrer Mitte eine/n Stimmgruppensprecher/in (siehe Anhang G). Diese tragen Anliegen aus der Stimmgruppe an den Chorleiter oder Chorrat heran. Sie sind Ansprechpartner des Chorleiters für Angelegenheiten innerhalb der Stimmgruppe und unterstützen ihn in musikalischer und organisatorischer Hinsicht.

4. Proben und Projekte

Wichtig für den Erfolg des Chores ist eine konzentrierte, freundliche und schöpferische Probenatmosphäre. Diskussionen zu Belangen, die nicht die unmittelbare Probenarbeit betreffen, sind grundsätzlich außerhalb der eigentlichen Probenzeit zu führen.

Alle Mitglieder des Chores nehmen regelmäßig und pünktlich an allen Proben und an den Konzerten teil. Wer nicht pünktlich oder gar nicht an der Probe teilnehmen kann, teilt dies vorher mit Begründung dem Chorleiter persönlich mit (e-Mail, SMS, Telefon). Zu spät Kommende bemühen sich, den Probenablauf so wenig wie möglich zu stören.
Wer zwei Proben in Folge versäumt, stimmt mit dem Chorleiter und dem/der Stimmgruppensprecher/in ab, wie sie/er die Lieder nachstudieren kann. Fällt ein Chormitglied durch wiederholte oder längerfristige Unzuverlässigkeit auf, kann der Chorrat nach Aussprache mit dem Plenum dessen Ausschluss von ggf. betroffenen Auftritten verfügen.

Die Proben finden einmal wöchentlich statt (siehe
Anhang E). Nach Absprache mit dem Plenum können durch den Chorleiter zusätzliche Probentermine angesetzt werden.

Die Probe beinhaltet eine kurze Pause; im Anschluss daran können die ersten 10 Minuten für evtl. erforderliche organisatorische Ansagen genutzt werden. Gibt es Bedarf nach gründlicherer Diskussion, kann diese beim Chorrat kurzfristig beantragt werden. Er hat in diesem Fall im Rahmen einer der nächsten Proben entsprechende Zeit einzuräumen.

In regelmäßigen Abständen (etwa vierteljährlich) findet eine Gesprächsrunde im Plenum statt, die in den Probenplan integriert wird. Hier soll jedes Mitglied seine Ansichten, Kritiken, Vorschläge etc. einbringen.

Die kostenfreie Überlassung von Probenräumen im Gemeindehaus der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde "Zoar" ist mit der Verpflichtung zu zwei bis drei Kurzauftritten pro Jahr (ohne Honorar) in Gottesdiensten der Gemeinde verbunden.

Die Joyful Singers haben keinen Lagerraum, keine Roadies, keinen Manager und keinen Tontechniker. Jedes Chormitglied beteiligt sich daher an der Organisation, Vorbereitung und Durchführung von Konzerten und Auftritten. Dazu zählen vor allem:

5. Neuaufnahmen, Auszeiten, Austritte

5.1 Neuaufnahmen

Die Joyful Singers streben eine bis zu fünfstimmige Besetzung mit zwischen 20 und 30 Sängerinnen und Sängern an. Sinkt die Mitgliederzahl soweit, dass der Chor nicht mehr singfähig ist, entscheidet das Plenum über notwendige Maßnahmen bis hin zur Auflösung.
Interessentinnen/Interessenten nehmen nach Termin-Verabredung mit dem Chorleiter an einer Probe teil. Im Anschluss daran (oder zur baldmöglichsten Folgeprobe) findet eine kurze Stimmprobe am Klavier mit dem Chorleiter und einem musikalisch kompetenten Chormitglied statt.
Bei grundsätzlicher Eignung folgt eine vierwöchige Probezeit. Anschließend entscheidet der Chor im Plenum nach Empfehlung durch den Chorleiter über die Aufnahme. Mitglieder bestätigen das Akzeptieren dieser GRUNDSÄTZE durch Unterschrift.

Herausragende stimmliche oder instrumentale Fähigkeiten können im Einzelfall ein Abweichen von dieser Prozedur erlauben.

5.2 Auszeiten

Chormitglieder können für einen bestimmten Zeitraum (max. ein Jahr) eine Auszeit nehmen, während der sie dem Chor noch angehören, aber keine Verpflichtung zu Proben und Auftritten etc. haben. Länger dauernde bzw. sich wiederholende Auszeiten bedürfen eines Mehrheitsbeschlusses des Plenums.

5.3 Austritt

Ausscheiden können Mitglieder jederzeit auf eigenen Wunsch, im Interesse des Chores möglichst zum Ende einer Programm-Saison und nicht unmittelbar vor Konzerten.

5.4 Ausschluss

Das Plenum kann auf Antrag des Chorrats und nach Konsultation mit dem Chorleiter durch Mehrheitsbeschluss Mitglieder vom Chor ausschließen, die ihren Pflichten nicht nachkommen (insbesondere zur Beitragszahlung – siehe 6) oder die hier vereinbarten Umgangsformen nachhaltig verletzen.

5.5 Gaststatus

Ausnahmsweise können Chormitglieder oder externe Sängerinnen/Sänger bzw. Musikerinnen/Musiker mit besonderen Fähigkeiten einen Gaststatus erhalten. Er kann auch projektbezogen, für konkrete Konzertvorhaben erteilt werden. Der Chorrat entscheidet in Abstimmung mit dem Chorleiter über die Vergabe des Gaststatus. Eine Teilnahme an den Proben ist nach Abstimmung mit dem Chorleiter nur in dem Umfang erforderlich, wie sie für die Vorbereitung und Durchführung der Projekte und Konzertvorhaben notwendig ist.

6 Finanzen

6.1 Einnahmen

Die Joyful Singers erzielen regelmäßige Einnahmen aus
Sie erzielen unregelmäßige Einnahmen aus

6.2 Ausgaben

Die Joyful Singers bestreiten aus ihrem Geld-Vermögen laufende Ausgaben: Aus dem Geldvermögen werden außerdem strategische Aufgaben finanziert: Auf Antrag aus dem Chor kann am Jahresende ein Beschluss über die Verwendung von Überschüssen im Geldvermögen herbeigeführt werden; dabei kommt auch eine Rückzahlung an die Mitglieder in Betracht.

6.3 Beiträge

Der monatliche Beitrag jedes ordentlichen Mitglieds wird im Plenum beschlossen (siehe
Anhang A). Er ist zum Monatsbeginn im voraus zu entrichten. Ratenzahlung kann mit dem Chorrat vereinbart werden. Bevorzugte Zahlungsweise ist jedoch die quartalsweise Entrichtung per Überweisung.
Wer den Monatsbeitrag dauerhaft oder temporär nicht aufbringen kann, wendet sich an ein Chorrats-Mitglied ihres/seines Vertrauens; die Übernahme des fehlenden Anteils wird dann auf dem Wege der innerchorischen Solidarität organisiert.

Im Gegensatz zu angemeldeten Auszeiten befreien Krankheit, Urlaub oder andere Fehlzeiten nicht von der Beitragspflicht.
Wer mit der Beitragszahlung drei Monate im Verzug ist, kann vom Chorrat nach Beratung im Plenum als Mitglied ausgeschlossen werden.

Ein Anspruch auf Rückzahlung bereits entrichteter Beiträge besteht nur bei Rücktritt aus wichtigem Grund (nachgewiesene Krankheit oder ähnliches unvorhersehbares Ereignis) und nur bis zu drei Monatsbeiträgen. Der Chorrat entscheidet darüber auf Antrag.

Fördermitglieder verpflichten sich zur Zahlung eines monatlichen Beitrags in selbst gewählter Höhe.

6.4 Honorare

Das monatliche Honorar des Chorleiters wird vom Chorrat beschlossen (siehe Anhang B); es vergütet alle Aufwendungen der regulären Proben einschließlich Vorbereitung. Für Sonderproben, Auftritte und andere Ereignisse wird das Honorar im voraus zwischen Leiter und Chorrat vereinbart.

Gastmusiker und Techniker erhalten je Veranstaltung ein Pauschal-Honorar (siehe Anhang C).
Die Ausschöpfung der Spanne soll sich an der Qualifikation und Inanspruchnahme sowie aus der jeweiligen Einnahmen-Situation bemessen.

Chormitglieder übernehmen Aufgaben im Rahmen ihres ehrenamtlichen Engagements grundsätzlich ohne Honorar und Unkostenerstattung (Ausnahmen ggf. Fahrt- und Verpflegungskosten sowie außergewöhnliche Leistungen – siehe 6.6).

6.5 Auftritte

Konzerte werden vorzugsweise nach folgenden Grundsätzen organisiert: Abweichungen müssen begründet und im Chor-Plenum (bei Dringlichkeit jedoch mindestens im Chorrat) besprochen werden. Insbesondere gilt das für Raum-Mieten oder sonstige Fixkosten eines Auftritts.

6.6 Kostenpflichtige Aufträge

Kostenpflichtige Aufträge an Dritte oder an Mitglieder des Chores müssen vom Chorrat genehmigt werden (Plakaterstellung und -druck, Kopien, Studiotermine, Technik-Kauf, usw.). Auftragnehmer sind unter dem Gesichtspunkt der Sparsamkeit und einer Preis-/Leistungsabwägung sorgfältig auszuwählen.
Ab einem festgelegten Einzelbetrag sowie bei Überschreitung einer festgelegten Monatssumme (siehe Anhang D) ist das Plenum zu befragen.

6.7 Kassenführung

Ein Mitglied des Chorrates übernimmt die Funktion des Kassenwarts/Schatzmeisters. Die Funktion eines Kassierers kann zusätzlich besetzt werden.

Der Chorrat legt einmal im Jahr einen Finanzüberblick vor, Details sind auf Wunsch beim Kassenwart/Schatzmeister einsehbar. Er wird danach vom Plenum förmlich entlastet.

6.8 Spenden/Benefiz

Über die evtl. Verwendung der Einnahmen aus Auftritten und Verkäufen (CD) für Spenden (Benefiz) entscheidet der Chor gemeinschaftlich.

7 Geltungsdauer

Nach Verabschiedung sind diese Grundsätze für alle Chormitglieder verbindlich. Änderungen oder Neufassung bedürfen des Mehrheitsbeschlusses der Joyful Singers.



Anhang

A Beitragshöhe

Die Höhe des Monatsbeitrags beträgt 20 Euro.
Beschluss am 26.01.2017

B Honorar Chorleiter

Die Höhe des monatlichen Honorars des Chorleiters beträgt 400 Euro.
Beschluss am 26.01.2017

C Honorare Gastmusiker und Techniker

Die Höhe des Pauschal-Honorars für Gastmusiker und Techniker beträgt: Beschluss am 26.01.2017

D Bagatellschwelle für Auftragsvergabe an Dritte

Der Chorrat kann für Dienstleistungen von Dritten Honorare oder Kostenerstattungen zahlen. Das Plenum muss zustimmen ab einem Betrag von: Beschluss am 26.01.2017

E Probenort und -termin

Die Joyful Singers proben jede Woche donnerstags von 19:45 Uhr bis 22:00 Uhr in den Räumen der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde ZOAR, Cantianstraße 9, 10437 Berlin.
Beschluss am 26.01.2017

F Chorrat

Dem Chorrat gehören an: sowie als Nachrückerin: Der Chorleiter ist per se Mitglied im Chorrat.
Wahl am 25.01.2018

G Stimmgruppensprecher

Sopran Evelyn Henschel Wahl im Frühjahr 2013
Alt Lydia Bischof Wahl im Frühjahr 2016
Tenor Hans Henschel Wahl im Herbst 2010
Bass Andreas Otto Wahl am 26.01.2017


© by Hans Henschel , 10-feb-13, Last revised: 26-jan-17